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Freiwasserliebe: Pfäffikersee

15. Sept.
2 Min. Lesezeit


Das Strandbad Auslikon am Pfäffikersee ist im Spätsommer ein entspannter Traum.
Das Strandbad Auslikon am Pfäffikersee ist im Spätsommer ein entspannter Traum.

Ein See wie ein Spiegel. Eine Armada von Anglern. Und zur Belohnung ein frecher blonder Seebueb. Der Pfäffikersee hat was zu bieten.


Der See:


Zu den vielen bekannten Schweizer Seen gehört der Pfäffikersee nicht. Und das ist gut so. Lasst die Massen zum nicht weit entfernten Zürichsee rennen. Ihr habt dafür einen Schwimmsee ganz für Euch alleine. Zweieinhalb Kilometer Länge und eine maximale Tiefe von 36 Metern reichen allemal für ein ausgedehntes Schwimmen. Er liegt idyllisch bei Pfäffikon im Zürcher Oberland und wir vom Kemptnerbach gespeist.


Der Pfäffikersee liegt in einem Naturschutzgebiet, die Bereiche, in denen nicht geschwommen werden darf, sind mit gelben Bojen markiert und ein Abstand von 25 Metern zum Uferbereich sind obligatorisch, um die Natur dort nicht zu stören. Aber wer will schon am Uferbereich bleiben, wenn man gefahrlos mittendurch schwimmen kann?


Zum Einstieg nutzen wir das Seebad Auslikon am Südufer des Sees. Direkt beim Strandbad sind zahlreiche Boote mit Anglern unterwegs. Einmal umschwommen, ist da niemand mehr, abgesehen von ein paar Wasservögeln.


Das Bad, die Angler und dahinter ungestörte Schwimmfreude.
Das Bad, die Angler und dahinter ungestörte Schwimmfreude.

Als Orientierungspunkt visieren wir den Kirchturm von Pfäffikon an.  Das Wasser ist spiegelglatt, schwimmt sich leicht und smooth und somit verdient sich auch der Pfäffikersee einen Platz auf der Liste der Seen für Freiwassereinsteiger. Mit einem Aber: Im See treiben Reste von Wasserpflanzen, die recht spitz sind und etwas unangenehm werden können. Dafür gibt es eine malerische Landschaft und in der Ferne die Alpen zu sehen.


Vor Pfäffikon machen wir einen großen Bogen und schwimmen zurück zum Strandbad. Fünf Kilometer sind es am Ende. Fünf Kilometer, bei denen ich mir jede Sekunde wünsche, die Zeit möge nun stillstehen und dieses Gefühl für immer einfrieren. Macht sie nicht, aber am Ende steigen wir tiefenentspannt aus dem Wasser.


Die Badi:


Das Strandbad Auslikon hat eine schöne, weitläufige Anlage mit großen Bäumen, Umkleidekabinen aus dunklem Holz und ist sehr familiär. Für SUPs gibt es einen eigenen Bereich, was angenehm ist, da sie so auf der Liegewiese keinen Platz wegnehmen.


Es ist kein Ort für die, die große Action suchen. Es gibt einen Spielplatz und Tischtennis. Ein Nichtschwimmerbereich ist abgetrennt, es gibt zwei Holzplattformen im Wasser und einen Baumstamm zum draufklettern.



Ein feiner fräche Siach ist der Seebueb von einer regionalen Brauerei.
Ein feiner fräche Siach ist der Seebueb von einer regionalen Brauerei.


Der Seekiosk Auslikon ist schnuckelig und klein. Aber natürlich gibt es dort Pommes, die mit 5,80 Franken gar nicht mal teuer sind. Überhaupt sind die Kioskpreise moderat und die Quallität des Essens ist sehr gut. Und das regionale Bier, das in den Schweizer Seebädern fast immer zum Programm gehört, gibt's natürlich auch. Dieses Mal ist es der Seebueb aus Hombrechtikon am Zürichsee.


Die entspannte Atmosphäre im und am Wasser, die wunderschöne Natur: Ein Tag am Pfäffikersee ist wie ein entspannender Kurzurlaub.

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